Skip to content

Diaspora wird zum Community-Projekt - Der Anfang vom Ende

Facebook, die große Datenkrake - Das soziale Netzwerk von Mark Zuckerberg ist unter vielen Nutzern wegen seinem fragwürdigen Umgang mit persönlichen Daten nicht sehr beliebt. Vier Studenten aus New York gründeten deshalb vor zwei Jahren das in der IT-Szene realtiv bekannte Open-Source-Netzwerk Diaspora.

Der große Vorteil des Netzwerkes und gleichzeitig, wie sich später herausstellen sollte, Nachteil gegenüber Facebook ist seine dezentrale Struktur. Der Nutzer kann sich bei einer beliebigen Diaspora-Instanz ("Pod") einen Account erstellen oder sich einfach einen eigenen Pod auf seinem Server aufsetzen.
Die Daten des Nutzers bleiben auf seinem Pod und werden nicht an die anderen Instanzen weitergegeben. Der dezentrale Aufbau sorgt außerdem dafür, dass das Netzwerk nahezu ausfallsicher ist.
Mit anderen Nutzern verbindet man sich, indem man einen Kontakt über seine Diaspora-Adresse (Nutzername@DomaindesPods) hinzufügt. Hier liegt das Problem von Diaspora: Es ist fast unmöglich Leute, die man im richtigen Leben kennt, aber mit denen man digital noch keinen Kontakt hat, zu finden, was für viele Leute genau der entscheidende Grund ist sich einen Facebook-Account zu erstellen.
So kommt es, dass Diaspora momentan weltweit nur über 380 000 Nutzer hat, was im Vergleich zu über 904 Millionen Facebook-Nutzern leider relativ wenig ist.
Viele sehen unter anderem die wenigen Nutzer als einen Grund weshalb die Diaspora-Gründer in einem Blog-Eintrag verkündet haben, dass das Projekt der Community übergeben wird. Der Übergang soll fließend vonstatten gehen, als erster Schritt wurde der Aktivitäten-Tracker für außen stehende Entwickler geöffnet, die sich engagieren möchten.

[Quellen: heise.de, Facebook Newsroom]

Kategorien: Web | 4 Kommentare
Tags für diesen Artikel: , , , , ,
  • Twitter
  • Facebook
  • Identi.ca

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Gregor Fröhlich am :

*tja, die hätten besser das projekt von anfang an über die community laufen lassen. ich denke dass das ende nun gekommen ist, es fehlt ein geist dahinter

linux4ever am :

*Du sagst es, das gewisse etwas ist verloren gegangen :-(

gewalt-achim am :

*also was sicher auch zum misserfolg von diaspora beigetragen hat ist die unverhältnismäßig komplizierte installation. das kriegt halt kein noob auf seinen webspace, demnach mangelts auch an pod's und pod-connections, was für n soziales netz allerdings überlebensnotwendig ist. das ist IMHO nur ne frage der barrierefreiheit, die dorten halt in der administrativen ebene nich gegeben ist. die idee ist nach wie vor gut und ich bin überzeugt, da gibts auch n markt, aber sie ist momentan schlicht schlecht umgesetzt.

linux4ever am :

*Oh, guter Aspekt, ist mir nie aufgefallen, weil ich es selbst nie installiert habe. Aber du hast absolut Recht: Wenn man schon verspricht, dass jeder seine Daten selber verwalten kann sollte man dafür kein (überspitzt) System-Administrator sein müssen ...

Kommentar schreiben

Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Gravatar, Twitter, Identica, Pavatar Autoren-Bilder werden unterstützt.
Formular-Optionen