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Synapse oder Mein Lieblings-Programmstarter

Programme starten ist eine der Aktionen, die jeder Nutzer, egal ob technikbegeistert oder nicht, jeden Tag am Computer ausführt. Auf welche Weise man Programme startet hat also einen großen Einfluss auf den täglichen Arbeitsablauf.
Die meisten Nutzer starten ihre Programme gleich, egal ob unter Linux, Windows oder MacOSX: Über das Hauptmenü des Betriebssystems.

Das habe ich bis vor ca. zwei Jahren auch immer so gemacht bis ich auf GNOME Do gestoßen bin, einen Anwendungsschnellstarter. Allerdings fand ich bereits nach kurzer Zeit ein noch besseres Programm für diese Aufgabe: Synapse, um das es in diesem Artikel gehen soll
Hier sollte ein Bild sein
Die Funktionsweise von GNOME Do und Synapse ist genau die selbe: Ein kleines Programm, das über eine Tastenkombination geöffnet wird und nach der Eingabe des Programm-Namens oder eines Teils davon die gewünschte Anwendung startet oder einen Befehl (wie "xkill") ausführt. Gibt mehrere Programme, die den eingegebenen Text im Namen haben wird das wahrscheinlichste/am häufigsten genutzte als erstes angezeigt und über die Pfeiltaste nach unten kann eine Liste aller möglichen Programme geöffnet werden.
Mit der Zeit "lernt" Synapse: Wenn man wie ich sehr oft Firefox startet wird einem Firefox schon vorgeschlagen, wenn man nur "F" eingibt.
Aber Synapse kann nicht nur Programme starten sondern auch Ordner und Dateien. Das öffnen von zuletzt geöffneten Dateien funktioniert durch die Zusammenarbeit mit dem dem Zeitgeist-Projekt von GNOME besonders gut.
Zusätzlich bringt Synapse einige Plugins mit, die es beispielsweise erlauben Dateien zu Pastebin.com hozuladen, einfache mathematische Rechnungen direkt in Synapse durchzuführen, den Computer herunterzufahren und vieles mehr. Erweiterungen, die mit Dateien arbeiten (wie der Pastebin-Upload) können aufgerufen werden indem eine Datei ausgewählt wird und dann über die Pfeiltaste nach unten die möglichen Aktionen für diese Datei angezeigt werden.

Synapse kann aus den offiziellen Ubuntu-Paketquellen mit

sudo apt-get install synapse

oder über das Launchpad-PPA der Entwickler installiert werden.

Fazit:
Synapse hat meinen persönlichen Arbeitsablauf unter Linux deutlich schneller gemacht und ich habe mich so sehr an das Programm gewöhnt, dass ich es z.B. beim seltenen Arbeiten unter Windows sehr vermisse. :-)

Wie startet ihr eure Programme? Über ein normales Menü, über das Terminal oder ganz anders? Schreibt doch eure Lösung in die Kommentare :-D.

Kategorien: Software | 24 Kommentare
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Kommentare

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postlet am :

*Was denn mit Kupfer (http://engla.github.com/kupfer/)?! Irgendwie will nie jemand darüber reden… Ein Vergleich zwischen den verfügbaren Anwendungsstartern wäre mal interessant.

lx4r am :

*Kupfer ist Synapse meines Wissens nach sehr änhlich mit dem Unterschied, dass Kupfer keine Zeitgeist-Integration hat und etwas anders aussieht.

Andrea am :

*Ohne das jetzt genauer untersucht zu haben, würde ich sagen, dass ich genau das gleiche mache mit Uniy. --> Betätige Super-Taste --> Geb ein Teil des Programmnamen ein --> Betätige Enter Mein Fazit: Ich benötige das.Programm auf dem ersten Blick nicht. Aber falls ich mal in die Verlegenheit kommen sollte und nicht unity verwenden sollte, dann werde ich mich an deinen Beitrag erinnern.

Michael am :

*Ich nutze ebenfalls Unity. Geht alles blitzschnell hier. Bin immer wieder überrascht wie gut die Vorschläge nach nur wenigen Buchstaben passen. So muss ich auch nicht mehr irgendwelche Dokumente in verschachtelten Ordner-Strukturen suchen ;-)

lx4r am :

*Schön, dass euch beiden der Artikel gefallen hat :-). Ich benutze Linux Mint mit Cinnamon, deswegen kann ich den Unity-Launcher nicht benutzen. Unity war auch der Grund, warum ich von Ubuntu zu Mint gewechselt bin. Aber jedem das seine :-).

Daria am :

*Ich fand Kupfer besonders toll. Schade, dass es mit gnome3 oder unity nicht besonders gut funktioniert, bzw. der Autostart verkackt.

Christian am :

*Kannst du die Unterschiede zu GNOME Do erklären? Oder ist es einfach eine Geschmackssache? Ich benutze Do auch nur noch (habe Linux Mint installiert). GNOME Do ist schneller als Unity oder das Cinnamon-Menü (zumindest bei meinem Rechner). Bei Unity dauert es immer eine halbe bis eine ganze Sekunde bis sich die Oberfläche überhaupt öffnet. Das war mir immer zu lang ;-) Grüße

lx4r am :

*Hallo Christian, eine sehr gute Frage, ich weiß die Unterschiede abgesehen vom Aussehen, dass mir bei Synapse auch besser gefällt, nicht aber ich kann mich gerne mal darüber schlau machen :-).

Rayman am :

*Erstmal ein Hinweis an den Autor: Du hast die ersten beiden Absätze des Artikels doppelt veröffentlicht. Meine alltäglichen Programme wie Opera, Thunderbird und Pidgin starte ich per F-Tasten auf der Tastatur in Kombination mit der Fn-Taste (Logitech Illuminated Keyboard). Für andere wichtige Programme habe ich mir Verknüpfungen ins Mint-Menü gelegt. Für seltener benutzte Programme öffne ich das Mint-Menü per Windows-Taste und tippe das gesuchte Programm ein. Dann brauche ich dieses nur noch mit den Cursor-Tasten auswählen und mit der Eingabetaste öffnen. Sicherlich gibt es noch elegantere Lösungen aber insgesamt bin ich mit dem Ablauf ganz zufrieden. Dieses Synapse scheint auf jeden Fall ein nützliches Werkzeug zu sein. Vielleicht schaue ich es mir mal an.

lx4r am :

*Oh, danke für den Hinweis, ist gefixt, da scheint mit wohl beim rüberkopieren aus dem Editor ein Fehler unterlaufen zu sein O:-). Freut mich, dass mein Artikel dir etwas gebracht hat :-).

Karl am :

*Ich nutze die Gnome Shell, funktioniert ebenso: W-Taste drücken, erste/n Buchstaben drücken, Enter drücken, Programm startet ... schnell, einfach und bequem. Ich nutze regelmäßig eh nur so um die 5 bis 7 Programme. Meist reicht der erste Buchstabe. Lustig, war diese Funktionalität nicht genau das, warum plötzlich alle gegen Unity und Gnome-Shell waren? scnr

Sasch am :

*Ich benutze dmenuLauncher, denn damit kann ich auch Argumente an das zu startende Programm übergeben. Diese werden dann auch gespeichert. Es ist sehr schnell und man kann die Konfiguration (eine Datei) ganz einfach auf ein neues oder zweites System mitnehmen.

Bill am :

*Genau das tut auch Unity oder die Gnome Shell.

Phylu am :

*Ich habe lange GnomeDo verwendet, später dann in Verwendung mit dem Theme Docky. Inzwischen erledigt die Gnome Shell das alles. Einzig das Terminal wird bei mir mit Tastenkombination (Alt+Leer) geöffnet. Da brauche ich so häufig neue, da dauert mir selbst das Öffnen der Gnome Shell zu lange.

Gyges am :

*Alltagsprogramme (Browser etc.): über Taskleiste (Superbar), per Klick oder WIN+x, wobei x eine Zahl zwischen 1 und 0 ist. Gelegentlich gebrauchte Programme: über das Startmenü (Favoriten). Selten gebrauchte Programme: über die Suchleiste im Startmenü. Selten gebrauchte Programme, deren Name mir nicht einfällt: über Startmenü > Alle Programme. Temporär benötigte Programme (zum testen oder für Projekte): über Desktop-Icon. Fazit: DEN besten Weg zum Starten eines Programms gibt es nicht. Für Alltagsprogramme ist ein einzelner Klick allemal komfortabler und schneller als eine Suchfunktion, für selten gebrauchte Programme hingegen ist der Platz von Taskleiste, Menü und Desktop einfach zu rar.

lx4r am :

*Da hast du sehr Recht, den besten Weg gibt es nicht, ich wollte nur mal den Weg darstellen, der mir persönlich am besten gefällt :-). Das ist ja genau der Vorteil an Linux: Die riesige Auswahl an Möglichkeiten, in der für jeden etwas dabei ist :-D.

Sebastian am :

*im endefekt liefern sowohl synapse als auch die unity das die Ergebnisse aus zeitgeist. Synapse scheint allerdings immer noch schneller zu reagieren. Ich denke aber da wird canonical schon noch aufholen.

Pirad am :

*Früher habe ich auch Synapse verwendet und hatte nie was zu meckern. Jetzt bin ich eben auf unity umgestiegen und manchmal fehlt mir Synapse schon. Der Nachteil an Unity: Man kann aus dem normalen "Programmstartmodus" (Dash mit W-Taste gestartet) keine "Befehle" ausführen. Also zum Beispiel "xkill" oder so was. Dafür muss man unter Unity "Alt+F2" drücken. Unter Synapse waren diese Funktionen in einer Oberfläche vereint.

lx4r am :

*Oh, danke für den Hinweis, hatte ganz vergessen im Artikel zu erwähnen, dass Synapse auch Befehle ausführen kann (habe einen kleinen Hinweise hinzugefügt). :-) Ich persönlich bin als Unity eingeführt wurde von Ubuntu zu Linux Mint gewechselt, habe als keine Erfahrungen mit dem Starter dort ...

Gita am :

*Ich habe so ziemlich alle Launcher dieser Art ausprobiert: Früher unter Gnome 2 Gnome-Do und später Kupfer, unter XFCE Kupfer und Synapse, in der Gnome Shell und Unity jeweils die eingebauten Anwendungsstarter (Super-Taste). Seit ein paar Monaten benutze ich KDE und bin mit KRunner sehr zufrieden. KRunner kann nicht nur Programme starten, sondern auch Webseiten öffnen (was Kupfer kann, aber die anderen nicht), zwischen Arbeitsflächen wechseln und mit Nepomuk indizierte Dateien öffnen. Für mich der beste Anwendungsstarter.

barlog am :

*Noch eine Kurze Anmerkung: Für Windows gibt es bspw. Launchy (http://www.launchy.net/), welches ähnlich arbeitet :-)

lx4r am :

*Oh, vielen Dank für den wertvollen Tipp, nach einem "Synapse für Windows" habe ich lange gesucht, werde mir das Programm gleich mal runterladen und es testen :-)

Markus T2 am :

*Synapse spielt in meinem PC - Alltag eine entscheidende Rolle: - Dateinamenfragment eingeben, zack, Datei ist geöffnet - Ordnernamensfragment eingeben, zack, Dateimanager öffnet sich genau in diesem Ordner (ohne langes Hinklicken) - ein Programm mit Root rechnen öffnen: geht ohne Terminal - Rechner runter fahren, in Bereitschaft gehen, Programme starten sowieso, usw. usf. Fazit: Vielseitiges, flottes Tool, dass aus meinem PC-Alltag nicht mehr wegzudenken ist :-)

PCT am :

*Erstmal ein Hinweis an den Autor: Du hast die ersten beiden Absätze des Artikels doppelt veröffentlicht. Meine alltäglichen Programme wie Opera, Thunderbird und Pidgin starte ich per F-Tasten auf der Tastatur in Kombination mit der Fn-Taste (Logitech Illuminated Keyboard). Für andere wichtige Programme habe ich mir Verknüpfungen ins Mint-Menü gelegt. Für seltener benutzte Programme öffne ich das Mint-Menü per Windows-Taste und tippe das gesuchte Programm ein. Dann brauche ich dieses nur noch mit den Cursor-Tasten auswählen und mit der Eingabetaste öffnen.

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